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OHNE UNS FÄHRT NUR NOCH DER RETTUNGSDIENST.

PRESSEMITTEILUNG
„OHNE UNS FÄHRT NUR NOCH DER RETTUNGSDIENST.“
Kranken- und Behindertenfahrdienste protestieren am 9. Juli vor dem Landtag NRW – laut, unbequem und notwendig.

Düsseldorf, 9. Juli 2025 – Stellen Sie sich vor, Ihre Mutter braucht eine Rollstuhlfahrt zur Chemo.
Und niemand kommt.
Nicht, weil sie vergessen wurde – sondern weil es niemanden mehr gibt, der es bezahlt bekommt.

Am 9. Juli wird sichtbar, was sonst verdrängt wird: Die Kranken- und Behindertenfahrdienste versammeln sich vor dem Landtag NRW – mit Rollstühlen, Tragen und einer Botschaft, die trifft:
„40 € gespart – 1.000 € verbrannt.“

Warum protestieren die Kranken- und Behindertenfahrdienste?
Weil seit Jahren die Kosten steigen – Löhne, Diesel, Versicherungen, gesetzliche Vorgaben. Aber die Krankenkassen drücken die Vergütung – oder verweigern sie gleich ganz für Personalintensive Trage- und Liegendtransporte. NRW hat bis heute keinen einheitlichen Rahmenvertrag für Kranken- und Behindertenfahrdienste – im Gegensatz zu anderen Bundesländern.

Die Folgen:
• Explodierende Eigenkosten der Fahrdienste
• Tarifflucht und Personalmangel
• Rückzug aus der Patientenversorgung

Laut AOK stiegen die Fahrkosten für den Rettungsdienst von 1,7 Milliarden Euro (2013) auf 4,1 Milliarden Euro (2023).
(Quelle 1: AOK Gesundheitsreport). Der vdek bestätigt: Die Kostenentwicklung im Notfall- und Rettungsdienst ist dramatisch.
(Quelle 2: vdek-Meldung)

Wen betrifft das konkret?
• Rollstuhlfahrer:innen
• Tragestuhl- und Liegendpatient:innen
• Dialyse-, Chemo- und Strahlentherapie-Patient:innen
• Pflegeheimbewohner:innen
• Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Kurz: die Schwächsten in unserer Gesellschaft.

Was passiert, wenn es so weitergeht?
• Immer mehr Fahrdienste ziehen sich zurück
• Wartezeiten explodieren, Versorgung bricht ein
• Transporte werden unzuverlässig oder fallen ganz aus
• Besonders betroffen: ländliche Regionen, Pflegeeinrichtungen, Palliativversorgung
• Rettungsdienste übernehmen – zu zehnfach höheren Kosten

„Zwei Helfer nötig. Einer wird bezahlt.“
So sieht die Realität derzeit aus.

Was fordern die Fahrdienste?
• Einheitlicher Rahmenvertrag – wie in anderen Bundesländern
• Vergütung, die Personal, Aufwand und Verantwortung abbildet
• Anerkennung der Krankenfahrdienste als systemrelevante Gesundheitsdienstleister

Ziel: Jeden Monat über 200 Millionen Euro sparen – und dabei die Versorgung verbessern.

Was passiert am 9. Juli?
• Rollstuhl-Flashmob: Unternehmer:innen im Rollstuhl mit Schildern wie
„Heute Chef – morgen Patient. Wer fährt mich dann?“
• Live-Performance: Zwei Fahrer, eine Trage, eine Puppe – und die bittere Wahrheit:
„Zwei Helfer nötig. Einer wird bezahlt.“
• Rollstuhl-Wald vor dem Landtag: 50 leere Rollstühle. Keine Erklärung nötig.

Warum Sie das betrifft?
Weil Menschlichkeit kein Luxus ist.
Weil es alle treffen kann – und irgendwann alle trifft.
Weil man kein Blaulicht braucht, um Hilfe zu verdienen.

Kontakt & weitere Informationen:
📍 Protestaktion: Mittwoch, 9. Juli 2025, ab 09:15 Uhr, Landtag NRW
🌐 https://vdkbf.de
🎤 Medien willkommen – Interviews & Livebilder vor Ort

„Wir kämpfen für die, die wir fahren.“
Und diesmal rollen wir direkt vor die Tür der Politik.

Quellen:
1. AOK Kassenausgaben steigen ungebremst – www.aok.de/pp/gg/daten-und-analysen/fahrkosten-rettungsdienste
2. Verband der Ersatzkassen (vdek), 2024 – www.krankenkassen-direkt.de/news/mitteilung/vdek-Erneut-Kostensteigerungen-im-Bereich-Notfall-und-Rettungsdienst-3884672.html

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